Bildungsakademie der Gesundheits- und Sozialwirtschaft Hochsauerland

am Standort Campus Gesundheitsfachberufe Arnsberg

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsbeginn: 01. Oktober
  • Theoretischer Unterricht: 2.100 Stunden
  • Praktische Ausbildung: 2.500 Stunden
  • Unterrichtszeiten: 08:30 Uhr – 15:45 Uhr
  • Unterrichtsort: Meschede
  • Arbeitszeit im Praxiseinsatz: 38,5 bzw. 39 Stunden/Woche (je nach Kooperationspartner)
  • Urlaub: 30 Tage pro Jahr (abhängig vom Kooperationspartner)
  • Ausbildungsform: Wechsel von Theorie- und Praxisblöcken
Peter Schauerte
Kursleitung OTA
Peter Schauerte

Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA)

Mitten im OP – ein Beruf mit Verantwortung

Die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA) bereitet Sie auf einen vielseitigen und verantwortungsvollen Beruf im Operationsdienst vor. Als OTA sind Sie ein unverzichtbarer Teil des interprofessionellen OP-Teams und sorgen dafür, dass operative Eingriffe sicher, professionell und reibungslos durchgeführt werden können.

Während der dreijährigen Ausbildung erwerben Sie fundierte theoretische Kenntnisse und umfangreiche praktische Erfahrungen in unterschiedlichen operativen Fachbereichen. Sie lernen, Patientinnen und Patienten vor, während und nach Operationen professionell zu begleiten und tragen maßgeblich zur Patientensicherheit bei.

Warum eine Ausbildung zur OTA?

Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten übernehmen eine zentrale Rolle im Operationssaal. Sie organisieren Arbeitsabläufe, bereiten Operationen vor und unterstützen Ärztinnen und Ärzte während operativer Eingriffe.

Die Ausbildung vermittelt Ihnen sowohl medizinisches Fachwissen als auch organisatorische, technische und kommunikative Kompetenzen. Sie arbeiten in einem abwechslungsreichen Beruf, der Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und Präzision miteinander verbindet.

Ihre Aufgaben als OTA

Als Operationstechnische Assistenz übernehmen Sie vielfältige Aufgaben im Operationsbereich.

Dazu gehören unter anderem:

  • Vorbereitung von Operationssälen und medizinischen Instrumenten
  • Organisation und Kontrolle der benötigten Materialien
  • Vorbereitung der Patientinnen und Patienten auf operative Eingriffe
  • Instrumentieren und Assistieren während der Operation
  • Unterstützung des operierenden Teams
  • Einhaltung hygienischer und aseptischer Standards
  • Nachbereitung von Operationen
  • Dokumentation und Qualitätssicherung

Sie tragen täglich dazu bei, dass operative Eingriffe sicher und effizient durchgeführt werden können.

Zugangsvoraussetzungen

Für die Ausbildung benötigen Sie:

  • einen mittleren Schulabschluss

oder

  • einen Hauptschulabschluss in Verbindung mit
    • einer erfolgreich abgeschlossenen mindestens zweijährigen Berufsausbildung oder
    • einer abgeschlossenen einjährigen Pflegeausbildung

Außerdem sollten Sie mitbringen:

  • Mindestalter von 18 Jahren
  • Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2
  • Interesse an Medizin und Naturwissenschaften
  • gute Leistungen in Biologie und weiteren naturwissenschaftlichen Fächern
  • gesundheitliche Eignung
  • Bereitschaft zur Arbeit im Schichtdienst sowie an Wochenenden und Feiertagen
  • Mobilität (Führerschein/PKW)

Aufbau der Ausbildung

Die OTA-Ausbildung dauert drei Jahre und verbindet theoretischen Unterricht mit umfangreichen praktischen Einsätzen.

Der Unterricht findet blockweise statt. Theorie- und Praxisphasen wechseln sich regelmäßig ab und ermöglichen den direkten Transfer des erlernten Wissens in den klinischen Alltag.

Ein typischer Ausbildungsabschnitt besteht aus:

  • fünf Wochen theoretischem Unterricht
  • anschließend etwa zehn Wochen praktischer Ausbildung

Diese Struktur begleitet Sie über die gesamte Ausbildungszeit.

Theorie und Praxis

Die Ausbildung umfasst insgesamt:

  • 2.100 Stunden theoretischen Unterricht
  • 2.500 Stunden praktische Ausbildung

Im Unterricht erwerben Sie medizinische, pflegerische und organisatorische Kompetenzen. Die praktische Ausbildung findet in den Operationsabteilungen und weiteren Funktionsbereichen unserer Kooperationskliniken statt.

Ihre Praxiseinsätze

Während der Ausbildung lernen Sie unterschiedliche operative Fachgebiete kennen.

Pflichtbereiche

Sie absolvieren Einsätze unter anderem in:

  • Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Unfallchirurgie und Orthopädie
  • Gynäkologie
  • Urologie
  • Ambulantes Operieren
  • Weitere operative Fachbereiche

Je nach Kooperationspartner erhalten Sie zusätzlich Einblicke in:

  • Gefäßchirurgie
  • Neurochirurgie
  • Thoraxchirurgie
  • weitere chirurgische Spezialgebiete
  • Weitere Einsatzbereiche

Auch außerhalb des Operationssaales sammeln Sie wertvolle Erfahrungen, beispielsweise in:

  • Anästhesie
  • Endoskopie
  • Zentraler Notaufnahme (ZNA)
  • Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP)
  • Pflegestationen

Diese Vielfalt ermöglicht Ihnen einen umfassenden Einblick in die Patientenversorgung und bereitet Sie optimal auf Ihr späteres Berufsleben vor.

Unterrichtszeiten

Montag bis Freitag: 08:30 Uhr bis 15:45 Uhr

Während der Praxiseinsätze gelten die Arbeitszeiten der jeweiligen Kooperationsklinik. Die regelmäßige Wochenarbeitszeit beträgt je nach Arbeitgeber 38,5 oder 39 Stunden.

Abschluss

Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung nach den Vorgaben des ATA-OTA-Gesetzes.

Nach erfolgreichem Bestehen erhalten Sie die Berufsbezeichnung

„Staatlich anerkannte Operationstechnische Assistentin (OTA)"

bzw.

„Staatlich anerkannter Operationstechnischer Assistent (OTA)".

Weiterempfehlen